Aktuelles
-
© Susanna Storch 26.01.2026In memoriam Dr. Peter Hanser-Strecker (1942–2026) I Der Verleger des Gesamtwerks von Carl Orff
"Musik kennt keine Grenzen; sie ist die Brücke, die uns über alle kulturellen Unterschiede hinweg verbindet"
Getreu diesem Leitmotiv gestaltete Dr. Peter Hanser-Strecker über ein halbes Jahrhundert hinweg nicht nur die Geschicke des Hauses Schott Music, sondern wirkte als eine der prägendsten Persönlichkeiten der internationalen Musikwelt. Mit seinem Tod am Abend des 22. Januar 2026 im Kreise seiner Familie in Wiesbaden verliert die Kulturwelt einen unermüdlichen Visionär, einen feinsinnigen Kunstmäzen und einen Verleger von altem Schrot und Korn, der den Mut zum Neuen stets mit der Verantwortung für die Tradition zu verbinden wusste.
mehr -
© Katrin Plica 19.01.2026Carl Orff Museum als einen Ort des Entdeckens, Erlebens und aktiven Mitwirkens
Das Orff-Zentrum München lädt Orff-Begeisterte aller Altersgruppen dazu ein, das COMU (Carl Orff Museum) als einen Ort des Entdeckens, Erlebens und aktiven Mitwirkens zu besuchen. Die interaktive und familienfreundliche Ausstellung eröffnet einen vielschichtigen Zugang zu Leben und Werk des Komponisten, Musiktheatermannes und Pädagogen Carl Orff.
mehr - Alle aktuellen Meldungen
Das Orff-Zentrum München in der Kaulbachstrasse 16 ist eine Einrichtung des Freistaats Bayern. Es wurde 1990 eröffnet, »um die lebendige Auseinandersetzung mit Leben und Schaffen des Komponisten Carl Orff zu fördern und der wissenschaftlichen Erforschung seines Werkes neue Impulse zu geben«. Direktor des Instituts ist der Musikwissenschaftler Dr. Thomas Rösch. Nahezu der gesamte Nachlass Carl Orffs ist hier gelagert. Denn das Orff-Zentrum München arbeitet eng mit der Carl-Orff-Stiftung, der Eigentümerin des Nachlasses, zusammen, einer gemeinnützigen öffentlichen Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Dießen am Ammersee. Hier im nahen St. Georgen lebte der Komponist von 1955 bis zu seinem Tode 1982. Noch heute kann man sein Arbeitszimmer besichtigen, seine umfassende Bibliothek und vielerlei wertvolle Instrumente sehen, u. a. den Flügel, auf dem auch die Carmina Burana komponiert wurden. Testamentarisch hatte Orff verfügt, dass seine Witwe Liselotte (1930–2012) den Nachlass verwaltet. In Kontakt mit dem Freistaat Bayern begab man sich bald nach seinem Tod auf die Suche nach einem Sitz für Orffs Nachlass in München. Zufällig stieß man auf das ansehnliche Gebäude in der Kaulbachstraße, ohne zu ahnen, dass einst genau hier von 1936 bis 1944 die Günther-Schule ihren Sitz hatte, jene Ausbildungsstätte für Gymnastik, Rhythmik, Musik und Tanz, die Carl Orff zusammen mit Dorothee Günther 1924 gegründet hatte und aus der das Orff-Schulwerk als Elementare Musikübung (1932–35) hervorging. Ab 1967 war hier die Münchner Hochschule für Fernsehen und Film untergebracht und es gingen Größen wie Wim Wenders, Alexander Kluge und Bernd Eichinger ein und aus. Mit dem Orff-Zentrum München fand das Haus 1990 zu seiner Bestimmung zurück. Heute wird hier Orffs Nachlass von Wissenschaftlern betreut, sein Schaffen und seine Biografie erforscht und sämtliches Material von und über Carl Orff gesammelt und archiviert. In dem schönen Saal im ersten Obergeschoss finden Veranstaltungen, wie Konzerte, Filmvorführungen, Vorträge, Symposien, Ausstellungen und vieles mehr statt.

