Trionfi

Trittico teatrale (1936-1951)

für Sopran, Tenor, Bariton, gemischten Chor, Knabenchor und Orchester

(altgr., altfrz., lat., mlat., mhd.)

Spieldauer: 155 Minuten

Uraufführung: 14. Februar 1953 in Mailand (Italien) – Dirigent: Herbert von Karajan – Inszenierung: Herbert von Karajan – Choreografie: Tatjana Gsovsky – Bühnenbild: Joseph Fenneker

 

Inhalt

Das Triptychon verbindet die drei folgenden Werke in der angegebenen Reihenfolge:

I.  Carmina Burana – Cantiones profanae

II.  Catulli Carmina – Ludi scaenici

III. Trionfo di Afrodite – Concerto scenico

Alle Teile sind auch einzeln aufführbar. Handlung und Besetzung der Stücke siehe unter den einzelnen Werken.

Anmerkung

Der Titel des Triptychons greift zurück auf die sogenannten »Trionfi«, die Prunk- und Maskenzüge in den italienischen Republiken und Fürstentümern der Renaissance: Bei diesen Umzügen wurden traditionell Helden und Götter der Antike samt Gefolge präsentiert. Allerdings steht in Orffs Trionfi nicht eine mythische Gestalt im Handlungszentrum, sondern die weltbeherrschende Triebkraft der Liebe selbst wird in ihren unterschiedlichsten Facetten gezeigt. Diese Triebkraft wird dabei gewissermaßen rückschreitend zu den Anfängen unserer okzidentalen Geschichte erforscht: vom Mittelalter zurück in die römische Antike, und von dort zurück ins alte Griechenland.

Dabei entspricht der Dreiteilung der gesamten Orffschen Trionfi einerseits die Dreiteilung der Dichtung (griechische Hochzeitslyrik, lateinische Liebespoesie und mittellateinische/mittelhochdeutsche Liebes- und Vagantendichtung) sowie andererseits eine Dreiteilung der Zeiten (griechische Antike, römische Antike und Mittelalter). Selbst in den einzelnen Werken wirkt die Dreizahl prägend: Die Carmina Burana teilen sich einerseits in Hauptteil und Rahmenhandlung sowie im Hauptteil in die Abschnitte Uf dem anger, In taberna und Cour d’amours; Catulli Carmina wiederum fächern sich auf in Vorspiel, Haupthandlung und Nachspiel; und Trionfo di Afrodite schließlich gliedert sich in die drei Teile Erwarten des Brautpaars, Hochzeitsbräuche sowie Ankunft der Liebesgöttin. Und ihr, der personifizierten Liebe, gilt als zentraler Gestalt der ganzen Trionfi auch der apotheotische Schlussgesang des Triptychons.

Besetzung

Personen: siehe unter den einzelnen Werken: Carmina Burana, Catulli Carmina und Trionfo di Afrodite

Orchester: siehe unter den einzelnen Werken: Carmina Burana, Catulli Carmina und Trionfo di Afrodite

 

Aufführungsmaterial